Kinder im Theater in „Dracula“

Ui, schon wieder Kinder im Theater! Schon wieder meine, alle Drei! Schon wieder in einem Nicht-Kinder-Stück! ;)

Wir hatten soooooo viel Spaß, als neulich nur ich und Schatz ohne Kinder in dem als Live-Hörspiel ausgeschriebenen „Dracula“ im Theater Heilbronn waren, dass wir spontan beschlossen, direkt bei der nächsten Möglichkeit die Kinder in das Stück mitzunehmen.
Gesagt, getan!

Und ausnahmsweise gibt es auch mal ein Foto der Kinder hier im Blog – die Drei haben nämlich beschlossen, sich dem Stück passend anzuziehen:

Kinder im Theater

(Ja, sie haben das selber beschlossen, nachdem sie gehört haben, dass sie Dracula anschauen dürfen. ;) Auf so lustige Ideen kommen sie durchaus selber! Und das find ich gut so!)

Spannend finde ich, dass ich das Stück noch mal mit ganz anderen Augen sehe, wenn die Kids dann wirklich mit dabei sind. Klar haben wir das Stück zuvor auch schon angeschaut und uns gedacht, das wäre sicher auch was für die Kids, aber wenn man dann MIT den Kids gemeinsam in dem Stück ist, ist es noch mal ganz anders. Vielleicht geht es den Schauspielern ähnlich – die beiden Akteure auf der Bühne haben sich durch das Gekicher in der ersten Reihe ganz schön durcheinander bringen lassen, finde ich. *ggg* Und Gekicher gab es viel, zum Beispiel als den Dreien bewusst wurde, welche Todesflüche da gerade dem Vampir entgegengeschleudert wurden.

Die Kids fanden es jedenfalls mal wieder klasse im Theater. So klasse, dass die Große direkt am nächsten Morgen all ihren Klassenkameraden per Handynachricht den Tipp gegeben hat, in das Stück zu gehen. So klasse, dass die beiden Großen ihrer Theater-AG-Leiterin den Besuch des Stücks – und eine Umsetzung eines Live-Hörspiels mit der Theater-AG im kommenden Schuljahr vorschlagen wollen. So klasse, dass die Kleine auf dem Heimweg zwischen langgezogenem Gähnen immer mal wieder kichern musste.

Und nun noch ein bissl was zum Stück selbst, weil Theaterkritik auf diesem Blog ja langsam eine gewisse Tradition hat und das Stück noch mindestens einmal läuft…

Der Inhalt
Dracula, ist ja bekannt. Vampire, Vampirjäger, Bisse, Geschöpfe der Nacht. Im Live-Hörspiel gibt es eine etwa 1,5-stündige Zusammenfassung von Bram Stokers Dracula. Und diese ist wunderbar gemüsesaftrünstig!

Das Bühnenbild
Naja, von Bühnenbild kann man weniger reden. Till Schmidt und Oliver Firit sitzen an Tischen, ähnlich wie in einem Tonstudio. Umgeben sind sie von wundersamen Instrumenten und Utensilien, mit denen sie das Stück vertonen. Wir hatten das Glück, in der 30. Vorstellung den Check der Utensilien miterleben zu dürfen – es sind etwa 100 verschiedene Dinge zum Töneerzeugen! Ich bewundere die beiden, dass sie es hinkriegen, immer das Richtige zur richtigen Zeit griffbereit zu haben und nutzen zu können! Da wird mit Karotten, Messern, Sandsäcken, Luftpolsterfolie, Maccaroni und Lauch vertont – und es klingt supergut!

Das Stück selbst und die Schauspieler
Unglaublich! Unglaublich lustig! Unglaublich gut! Die beiden kriegen es echt hin, das Stück vorzulesen, ihre Stimmen zu verstellen und gleichzeitig noch das Stück zu vertonen! Würde man die Augen schließen, man würde meinen, deutlich mehr als 2 Personen auf der Bühne stehen zu hören. Oliver Firit und Till Schmidt mochte ich schon in allen möglichen anderen Stücken sehr gerne. Mit „Dracula“ zeigen sie noch mal eine andere Seite – und auch die gefällt mir gut. Die beiden scheinen einen Heidenspaß zu haben in ihrem kleinen Tonstudio.

Fazit
Wer noch die Gelegenheit dazu hat, sollte sich das Live-Hörspiel unbedingt anschauen. Das ist mal ganz anderes Theater als ein Schauspiel oder eine Oper!

Material
Fotos finden sich in der Fotogalerie. Die Heilbronner Stimme hat natürlich auch kritisiert. ;)

 

Kategorien: Kinder, Theater

1 Kommentar

  • Ilona sagt:

    Haben mit Freude Deine Schilderungen des Theaterbesuches gelesen und natürlich auch die Bilder begutachtet. Herrlich -schaurig. Grüße

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