Minimalismus-Challenge #7TageOHNE

Lange war es ruhig hier im Blog. Zu viel Arbeit – und das private Bloggen fällt dann immer als erstes hinten runter. Ich hatte nur noch Zeit, die Aufträge für Blogposts abzuarbeiten und kam nicht mehr dazu, dazwischen auch mal was anderes zu schreiben. Auch das Projekt „30 in 300″ hab ich nicht aktualisiert, das kommt dann in den kommenden Tagen noch…

Im heutigen Blogpost geht es um Minimalismus. Es ist nun nicht so, dass ich mich selber als Minimalistin bezeichne, aber ich genieße es, auszumisten. Dinge zu entsorgen, die ich nicht mehr brauche, schafft Ordnung, Platz und Freiheit – und das nicht nur in den Räumen, sondern auch im Geist und für die Seele. Daher lese ich sehr gerne in verschiedenen Minimalisten-Blogs. Dort finden sich immer wieder gute Tipps, zum Beispiel diese 25 Tipps, wie du minimalistischer leben kannst.

#7TageOHNE

Nun hat meine liebe Freundin Dörte einen tollen neuen Blog namens MinimaMuse gestartet, in dem es um Minimalismus geht und ruft dort monatlich zur Challenge auf. Die aktuelle Challenge für den Juli lautete nun „Gib mindestens sieben Tage lang kein Geld aus außer für den Eigenbedarf an notwendigen Lebensmitteln!“ und auch, wenn ich das nicht wirklich schwer fand, wollte ich auf jeden Fall gerne mitmachen. Nicht schwer fand ich die Challenge vor allem deshalb, weil wir eh unterwegs und nebenbei nur wenig bis gar nichts ausgeben. Kein Coffee-to-go, kein belegtes Brötchen vom Bäcker, keine Zeitschriften vom Kiosk… Für Leute wie mich, denen das alles zu einfach ist, hat Dörte eine nette Zusatzspielregel erfunden: Man musste an mindestens zwei Abenden innerhalb der Challengezeit weggehen.

Dieses mehrfache Weggehen fand ich ehrlich gesagt am schwersten, da wir unsere Abende meist zu Hause verbringen. Außer vielleicht an den Wochenenden, aber unter der Woche eben nahezu nie. Trotzdem habe ich es geschafft, sogar diese Zusatzregel irgendwie zu erfüllen. Meine Challenge #7TageOHNE startete direkt am 2.7. und ist damit seit heute Morgen vorüber. Und wie war meine Woche nun?

Gleich der erste Abend (Mittwoch) fand für mich auswärts statt. In Stuttgart war Social Media Night. Glücklicherweise gibt es zu jedem Ticket einen Getränkegutschein – und zusätzlich war noch die CampBar von @BWjetzt da, bei der man Getränke mit Tweets zahlen kann. Glück gehabt. Essen hatte ich mit – das, was es dort gab, war auch nicht wirklich Veganer-freundlich. ;)

Am zweiten Tag, Donnerstag, war abends das Abschlusskonzert unserer Streicherklasse. Ich war also wieder unterwegs – und habe nichts zu essen und nichts zu trinken gekauft. (Eigentlich aber auch irgendwie schade, denn das Geld, das man dort ausgibt, kommt ja den Kindern zu Gute.) Das Glück und der Zufall waren wieder auf meiner Seite: Die fleissigen Streicherkinder bekamen ein Getränk und eine Brezel umsonst.

Am Freitag verbrachten wir den gesamten Nachmittag bei Freunden und machten ganz wundervolle Dinge. Diese Freunde haben sehr viel Platz und sehr viele Werkzeuge – und unter anderem sog. Schneidstühle. Das ist eine Art Bank, auf der man sitzt und mit Hilfe einer Art „Pedal“ ein Holzstück festklemmen kann, an dem man mit einem Ziehmesser arbeitet. Ich habe aus einem „Holzbrett“ meinen eigenen Pfannenwender geschnitten. Meine Jüngste hat einen Suppenrührer gemacht aus einem Ast. Und mein Sohn hat lieber geschnitzt und sich im Bogenbau geübt. Wir hatten so viel Spaß und es war ein unglaublich schöner Nachmittag. Die Zeit verging wie im Flug. Ausgegeben habe ich nichts, aber unglaublich viel bekommen. (Jetzt nicht Materiell, sondern an Wissen, Erfahrung, Freundschaft…)

#7TageOHNE

Der Samstag war der einzige Tag, an dem ich doch etwas zusätzlich gekauft hab, was wir eigentlich so nicht gebraucht hätten. Vormittags waren wir bei der ehemaligen Geigenlehrerin meiner Großen, weil die sich mal anhören sollte, was die Kleinste so in der Streicherklasse gelernt hat und ob es Sinn macht, da weiterzumachen. Ausgegeben haben wir dort (noch) nichts, aber weitere Stunden ausgemacht – das Kind hat wohl Talent. (\o/) Danach war ich beim türkischen Bäcker und habe Fladenbrot und Sesamringe und dann noch anderswo Antipasti mitgenommen für das Mittagessen. Meine Mutter hatte sich zum Besuch angekündigt und dieses Essen war das einzige, was wir eben zusätzlich gekauft haben. Abends dann, nachdem der Besuch weg war, waren wir noch im Städtle, denn es war Nachtmusik. Die Jüngste hatte noch mal zwei Geigenauftritte und mehrere gute Ensembles der Musikschule und des Musikvereins haben gespielt. Ausgaben: 5 Euro für den Eintritt auf alle Bühnen (im Prinzip auch wieder als Spende anzusehen), aber sonst nichts. Vorletztes Jahr hatten wir den Secco unserer Weingärtnergenossenschaft zu diesem Event getrunken und fanden ihn so gut, dass wir eine Flasche davon gekauft haben. Dann haben wir festgestellt, dass der gar nicht aus der Gegend kommt, sondern zugekauft ist – daher haben wir dieses Jahr darauf verzichtet. Und Bier oder Limo oder „ne Wurst“ wollten wir nicht.

Sonntag, Montag und Dienstag waren dann endlich ein wenig ruhiger. Außer Lebensmitteln hab ich nichts einkaufen müssen.
Gestern dann, Dienstag und damit letzter Tag der Challenge, hatte ich am Nachmittag noch lieben Besuch bei mir zu Hause. Ich habe heiße Schokolade gemacht (passend zum Wetter) und die Freundin brachte Kuchen mit. Wir haben gequatscht und gelacht und hatten einfach einen echt schönen (aber viel zu kurzen!) Nachmittag zusammen.

Ich denke also, man kann meine #7TageOHNE durchaus als Erfolg bezeichnen. Ich war sogar an 5 (!!!) Tagen unterwegs mit anderen oder hatte Besuch – und hatte Spaß, ohne etwas auszugeben. Und abgesehen von Fladenbrot und Antipasti wurde gar nichts zusätzlich gekauft. Nun bin ich sehr gespannt, was Dörte als nächste Challenge plant – und natürlich, wie sie selber sich in ihrer Challenge geschlagen hat und auch die anderen Teilnehmer…

 

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